Wirtschaftsförderungen
Zur Zeit vermittelt die SAXONIA in neun siebenbürgischen Verwaltungskreisen bundesdeutsche sowie aus Rückflussmitteln finanzierte Förderprojekte in allen Wirtschaftsbereichen für private Kleinunternehmen, Familienbetriebe sowie autorisierte Freischaffende. Die Förderungen bestehen ausschließlich aus Produktions- und Ausstattungsmitteln im Höchstwert von 15.000 EURO, die ratenmäßig und zinslos in maximal fünf Jahren rückzahlbar sind.
Humanitäre Hilfen
Wenn der ursprüngliche Zweck der SAXONIA-Stiftung inzwischen zweitrangig geworden ist, so hat diese siebenbürgische Einrichtung immer noch eine wichtige sozial-humanitäre Aufgabe. Dank der finanziellen Unterstützung seitens der Bundesrepublik Deutschland, der Landsmannschaften der Siebenbürger Sachsen in Deutschland, Österreich und Übersee sowie verschiedener Körperschaften und Einzelpersonen kann die materielle Hilfeleistung zugunsten bedürftiger Landsleute auch auf das andersnationale Umfeld ausgedehnt werden, was der SAXONIA die Ausübung der von ihr angestrebten Brückenfunktion überhaupt ermöglicht.
Tausende Bedürftige im Wirkungsgebiet wurden und werden jährlich direkt oder über soziale Einrichtungen (Altenheime, Waisen- und Krankenhäuser etc.) betreut. Die karitative Betreuung umfasst Geld, Lebensmittel, Kleider, Bettwäsche und Medikamente.
Das Sozialzentrum Rosenau
Die regierungsgestützten “Hilfen zur Selbsthilfe”waren erklärterweise begrenzte Maßnahmen, die wann immer beendet werden können. Ungleich verhält es sich hingegen mit der Not der Bedürftigen, die leider nicht wegdekretiert, sondern nur langwierig abgebaut werden kann.
In Berücksichtigung dieses Umstands hat die SAXONIA-Stiftung erste Schritte getan auf dem Weg zur Selbständigkeit: Sie entwickelt Strategien um ihr Hilfspotential möglichst lange zu erhalten. Der Aufbau eines lukrativen Wirtschaftssektors mit Modellwert, dessen Einkünfte karitativen wie gemeinschaftsfördernden Zwecken dienen sollen, ist seit 1997 ein wichtiges Projekt dieser Strategie. Das Sozialzentrum Rosenau ist das Ergebnis siebenjähriger Bemühungen, die Planung, Finanzierung und schließlich Verwirklichung betreffend. Außer den Stiftungsangehörigen beteiligten sich von Anfang an an diesem Projekt das Sozialwerk der Siebenbürger Sachsen e.V. München, das Ehepaar Margret und Heinrich Däuwel aus Germersheim am Rhein, die Katholische Kirchenstiftung St. Englmar auf Initiative von Dipl. Ing. Hans-Hermann Krauss. Eine loggistisch aber auch materiell wichtige Unterstützung kam 2002 durch das deutsche BMI und 2003 steuerte die Republik Österreich – ihrem Prinzip, auch das andersnationale Umfeld in Hilfsprojekte einzubeziehen, treu - 25.000,- EURO bei.
Durch profitorientierte Tätigkeit werden die Wirstchaftsbereiche des Sozialzentrums (Minipoliklinik, Gasthaus, PVC-Tischlerei und Handwerkergruppe) den Sozialbereich (“Essen auf Rädern”, Materielle Hilfen etc.) finanzieren, wenn die bisherigen Hilfen aus dem Ausland zurückgefahren oder eingestellt werden. Auf diese Weise kommt die “Selbsthilfe” zum Tragen.

