Aktuelles

Arbeitsprogramm der Saxonia-Transilvania-Stiftung

betreffend Annahme von Anträgen:

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Vorgeschichte

Hilfe zur Selbsthilfe

Die nach dem Umbruchsjahr 1989 in den  ehemaligen Ostblockstaaten mit deutscher Minderheit getroffenen Hilfsmaßnahmen waren  “Bleibe- und “Starthilfen” zugleich: Sie sollten  einerseits den Abbau kommunistischer Benachteiligungen der deutschen Minderheiten,  andererseits den Aufbau  privater Existenzen (Kleinunternehmen) für deutschstämmige Bürger jener Länder  fördern und damit den Stellenwert  dieser Menschen in  der angestammten Heimat  heben.

In Rumänien wurde die regionale Abwicklung rumänischerseits der von der deutschen Bundesregierung (BMI) finanzierten  Hilfsprogramme,  die wirtschaftliche, gemeinschaftsfördernde sowie sozial-humanitäre Projekte umfaßten, den  rumäniendeutschen  Stiftungen anvertraut.  Für  
Siebenbürgen war es die 1990/91 gegründete SAXONIA-Stiftung, die ab 1992 bundesdeutsche Hilfsprojekte für die Siebenbürger  Sachsen und deren Umfeld  und schon 1993 zusätzlich Wirtschaftsförderungen der Republik Östrreich, die nicht an ethnische Kriterien gebunden waren, betreuen durfte.
Es ging in beiden Fällen um “Hilfen zur Selbsthilfe”,  das heißt  um  zeitlich und volumenmäßig begrenzte Starthilfen,  die auf internationalen Vereinbarungen basierten und wichtige Eigenleis-
tungen und Engagement der zu Fördernden voraussetzten.   

Ob die rund dreieinhalb Millionen DM der BMI-Projekte  und die annähernd 38 Millionen österreichische Schillinge aus heutiger Sicht zweckentsprechend eingesetzt worden sind und ob sich der siebzehnjährige Aufwand gelohnt hat,  ist eine tiefgründigere Analyse wert  als nur eine Aufzählung einerseits der “in Siebenbürgen stabilisierten” potentiellen Auswanderer und andererseits der “nicht gescheiterten Unternehmensgründungen und -festigungen”. Vorzügliche,  gute und auch einfach überlebende  Privatunternehmen (in einer wenig stimulierenden  Rechts-  und Finanzlage) sind  zweifellos mehr als keine Privatunternehmen.  Mit den einzelnen Unternehmern sind deren Arbeitnehmer,  sind  ganze Wirtschaftszweige flächendeckend gefördert worden. Mit der Rückentwicklung in die ökonomische Normalität entstehen Märkte für westliche Produkte  und Leistungen, der (meist illegale) Arbeitstourismus nimmt ab und eine progressive  Stabilisierung aller  Bereiche und Beziehungen setzt ein.

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